Fleisch / 6 Monate Rübchen

Heute ist unser Babybub volle 6 Monate alt. Ich bin mir sicher, euch anderen Müttern geht’s genauso, dass man an so besonderen Tagen ganz besonders intensiv an die Geburt zurück denken muss. Schon den ganzen Tag rennt in meinem Kopf der „heute vor 6 Monaten um diese Zeit….“-Film ab. Kennt ihr, gell?

Tatsächlich zufällig gab es zum 6-Monats-Geburtstag heut zum ersten Mal Fleisch! Voll ungeplant terminmäßig zusammengefallen. Fleisch gibt es bei uns eher selten, also richtiges Fleisch meine ich. Schinken ist eher mal in einer unserer Speisen drin, das ist natürlich auch Fleisch. Aber so richtiges Fleisch, das man roh kauft und zuhause kocht, gibt es sogar so selten, dass heute das erste Mal seit Beikostbeginn war. Zum Einen schmeckt mir das meiste Fleisch nicht, ich mag nämlich nur Huhn und mageres Rind und auch mein Mann braucht nicht ständig Fleisch, zum Anderen fehlt mir auch wirklich die Praxis und Erfahrung beim Kochen, sodass ich mir vieles an Fleischgerichten auch gar nicht zutraue. Es gibt daher nur eine handvoll Fleischgerichte, die Teil unseres üblichen Speiseplans sind, alles andere kann ich nicht. Und von dieser Auswahl ist ein Gericht mit Rind und der Rest mit Huhn oder Faschiertem. Heute gab es das Gericht mit Rind und dabei handelt es sich um ein langsam gegartes Saftfleisch.

Für mein Saftfleisch verwende ich ausschließlich Mageres Meisel und zwar einzig und allein deshalb, weil ich nix anderes kenn. Wenn kein Mageres Meisel da ist, verzweifle ich vor der Fleischtheke und klingle nach dem Metzger um mir Alternativen für „ganz mageres, auf der Zunge zerfallendes Rindfleisch“ benennen zu lassen. Diesmal aber gab es Mageres Meisel und der Tag war gerettet. Wenn das Fleisch fertig gegart ist, ist es wirklich ganz zart und weich und lässt sich mit Gabel oder dem Löffel zerteilen. Und genau deshalb ist es auch ideal für das Beikostbaby!

saftfleisch3

Dem Baby Fleisch zu geben, ist natürlich kein Muss (wer vegetarisch oder vegan lebt, kennt sich meistens eh bestens mit der gesunder Ernährung aus und wird in der Lage sein, seinem Baby auch ohne Fleischgerichte einen vielfältigen und an Nährstoffen reichhaltigen Speiseplan zu gestalten). Aber man kann, und man kann auch bei BLW und man kann das schon relativ früh.

Wichtig ist

  • kein besonders zähes Fleisch, das schwer zu kauen ist oder im Mund klumpt
  • am Besten ganz zartes Fleisch, das leicht auch mit den Kauleisten zerteilt werden kann
  • das Fleisch kann gebraten, gegrillz, gegart oder gekocht sein – alles ist möglich
  • wenig bis gar nicht salzen
  • in Stücke teilen, die das Baby gut greifen kann

 

Mageres Rindfleisch eignet sich meiner Erfahrung nach wirklich perfekt für die frühe Beikostzeit. Es zerfällt quasi von selbst, ist leicht zu kauen und zu schlucken und kann dennoch gut in die Hand genommen werden. Ich habe das Fleisch heute erst angebraten und dann mit reichlich Gemüse zusammen 1,5 Stunden geköchelt – so wird es butterweich. Ich habe, weil es im Rezept so vorgesehen ist, das Fleisch vor dem Anbraten an einer Seite mit wenig Senf bestrichen, dafür aber auf jegliches weitere Salzen verzichtet. Dazu habe Nudeln gekocht. Und der Babybub hat es voll genossen!

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Ich hab mit Schweinefleisch absolut Null Kocherfahrung, ich glaube, ich hab sogar überhaupt noch nie Schwein gekocht. Also da kann ich euch auch keine Tipps und Ratschläge geben, aber wer versiert in der Zubereitung von Schweinefleischgerichten ist, der wird vielleicht auch das eine oder andere Rezept parat haben, um das Schweinefleisch richtig zart hin zu bekommen. Derzeit scheint ja Pulled Pork so ein Trend zu sein, das ist Schweinefleisch, das im Backrohr gegart wird und am Ende nur mit der Gabel zerteilt werden kann. Das stelle ich mir auch recht geeignet für ein Beikostbaby vor. Auch beim Huhn kommt es auf die Art der Zubereitung an. Mir ist es schon ein paar Mal passiert, dass das Hühnerfleisch furchtbar zäh geworden ist. Zartes Hühnerfleisch hingegen ist toll für Beikostbabys! Faschiertes ist an sich auch ganz unproblematisch beim Essen, allerdings ist es etwas schwerer zum Mund zu bekommen. Selbst Faschierte Laibchen zerbröseln schnell mal unter mangelnder Feinmotorik. Aber Menschenbabys lernen ja so wahnsinnig schnell, dass es dann meistens beim zweiten Mal schon viel besser funktioniert.

In diesem Sinne: keine Scheu vor Fleischgerichten! Einfach mit dem Salzen zurückhaltend sein und drauf achten, dass das Fleisch für das Baby auch kaubar ist.

 

Eure Mariella

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Ein Gedanke zu “Fleisch / 6 Monate Rübchen

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