erste Male

Ich erinnere mich noch so gut daran, als mein erster Sohn das erste Mal in die Hände geklatscht hat. Wir waren beim IKEA und mein Mann hat ihn am Arm getragen, K hat mich von der Schulter aus angegrinst und dann plötzlich seine beiden Händchen zusammengeführt und begeistert zu klatschen begonnen. Einmal. Zweimal. Dreimal. Beim ersten Kind sind die ersten Male ja etwas ganz besonderes, weil sie für einen selbst auch die ersten Male sind. Ich weiß genau wann und wo er das erste Mal im Sand gespielt hat und sogar, was er dabei anhatte. Ich weiß, wann und wo er seinen ersten Schritt gemacht hat, wo wir die ersten Schuhe gekauft haben, wo er das erste Mal bei einem Spaziergang ein Stückchen selbst gegangen ist. Und ich weiß auch, wann er das erste Mal etwas Süßes gegessen hat, da war er fast 2 Jahre alt. Ja, sowas geht beim ersten Kind.

Bei meinem zweiten Sohn erinnere ich mich nicht mehr an so viele erste Male. Ich weiß eigentlich gar nicht mehr, wann er das erste Mal geklatscht hat und wann er das erste Mal genascht hat, weiß ich ebenfalls nicht mehr genau. 10489950_10152617892392494_135019417358605203_nIch erinnere mich aber an sein erstes Mal Sandspielen, weil es davon ein Foto gibt. Die ersten Schritte waren wohl im November (oder so), jedenfalls deutlich nach seinem ersten Geburtstag…. Es ist ja aber überhaupt nicht so, dass man sich für das zweite Kind weniger interessiert oder dass man es weniger liebt oder schätzt, es ist nur so viel anderes schon zu tun, zu beobachten, zu merken, dass erste Male – zumal es ja für einen selbst schon die zweiten Male sind – leider etwas untergehen.

Nun, mein dritter Sohn hat mir gestern ein erstes Mal beschert, dass ich nicht so schnell vergessen werde. Es ist passiert, als eine Freundin mit ihren Kindern zu Besuch war und wir (mal wieder) auf der Picknickdecke im Garten gesessen sind (vielleicht sollte ich weniger Zeit auf der Picknickdecke im Garten verbringen, denn so ist es ja auch zum Maisstangerlmassaker gekommen…). Das Rübchen ist derzeit sehr unrund, das ist auch gar nicht außergewöhnlich zu Beikostbeginn, viele Veränderungen und so. Meistens mag er gar nicht irgendwo allein liegen und am Liebsten den ganzen Tag nur herumgetragen werden. Wir hatten Spielsachen auf der Decke und ein paar Fruchtschnitten, Verpackungsreste von zuvor genaschten Schokoschnitten, da waren Maisstangerl und ein paar Löffel für Eis, Spiele lagen herum und unser Rechenbrett, Steine, die wir am Wochenende zuvor am Neusiedlersee gefunden haben (und die wir jetzt zum Rechnen benutzen), Zwetschgen und sonst noch einiges, das ich jetzt nicht mehr im Kopf hab. Der Babybub hat zuerst rumgeraunzt und sich dann am Bauch liegend irgendwas gekrallt und sich eingibigst damit beschäftigt und ich hab in Ruhe mit meiner Freundin geplaudert – als es mir plötzlich doch verdächtig entspannt vorkam. Und siehe da! Hatte sich der Babybub doch tatsächlich den Verpackungsrest einer Schokoschnitte geschnappt und die ganze Zeit über hingebungsvoll die Schokoladenreste darin herausgezutzelt! Ja, ich hab mich geschreckt. Er ist ja noch immer nicht mal volle 6 Monate alt! Ich hab ihm die eingesaftelte Folie aus dem Mund gezogen – und ein über beide Ohren strahlendes Baby empor gehoben. Ja. Über beide Ohren. Gute 5 Minuten hat er das zufriedene Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Nach dem ersten Schreck musste ich dann aber eh auch lachen. Was soll man tun. Ist halt passiert. Hat das Rübchen seine Schokoladentaufe also auch hinter sich gebracht.  Mehr oder weniger wahrscheinlich das Erste, was er überhaupt an Beikost auch hinuntergeschluckt hat…

 

Tatsächlich gab es die letzten Tage aber auch andere Sachen hier zu essen als Schokolade und Eis. Der Babybub hat seine ersten Eiernockerl gegessen und erstaunlich gut halten und zum Mund führen können. Eiernockerl sind hier sowieso der Renner, 010anur lass ich die immer die Oma machen, die kann das besser als ich. Eiernockerl essen alle unsere Kinder gern (und es gibt ja nicht vieles, das wirklich jedem schmeckt). Außerdem habe ich gestern Dinkelstangerl für den Babybub gebacken. Die sind aus Dinkelmehl und Karotten und Bananen und schmecken eigentlich auch mir (und den großen Kindern auch). Die Dinkelstangerl hab ich noch bei jedem Kind gemacht, man kann sie toll vorbereiten und einfrieren und dann einfach portionsweise auftauen, sprich 5-6 Stück für einen Tag, wenn man sie braucht. Die sind toll für unterwegs oder für mal schnell zwischendurch. Auch ein erstes Mal für den Babybub. 020a

Diese Stangerl kann man bestimmt auch ein bisschen variieren mit Zucchini oder Datteln. Vielleicht werd ich da die nächsten Tage mal ein bisschen herumprobieren.

 

Eure Mariella.

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2 Gedanken zu “erste Male

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