REZEPT: Pancakes

Weil seit letzter Nacht auch noch der Babybub fiebert und wir uns damit abfinden, die kompletten Ferien daheim zu verbringen, haben die Kinder und ich uns heut spontan mit Pancakes zum Frühstück verwöhnt. Gesund essen geht natürlich anders, ich bin jetzt wohl auch ungefähr 3kg schwerer als heute früh, aber unglaublich lecker war’s!

Pancakes

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  • 200g Vollkornmehl
  • 1/2 Packerl Backpulver
  • 250ml Milch
  • 4 Eier
  • 1EL Zitronensaft
  • 1 Vanilleschote/Vanilleextrakt
  • Ahornsirup
  • ev. Orangensaft
  • Butter

Mehl und Backpulver mischen. Milch mit Eiern, Vanille und Zitronensaft gut aufschlagen, dann die Mehl-Backpulvermischung unterrühren.

In einer Pfanne Butter zerlassen und je 3-4 Pancakes zuerst von der einen, dann von der anderen Seite braten.

Dazu gibt’s eine Vielzahl von Möglichkeiten: ganz klassisch mit Ahornsirup, oder Ahornsirup mit Orangensaft (Verhältnis 1:2) auskochen und zur Hälfte einkochen lassen – ergibt einen leckeren Orangensirup. Ahornsirup ist für Babys im 1. Lebensjahr allerdings ungeeignet, für größere (oder ganz große) Kinder allerdings sehr lecker. Auch Heidelbeeren, Erdbeeren oder jede Form von Kompott passt toll dazu. Meine Söhne haben einfach Marmelade draufgeschmiert.

Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.

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Nudeln mit Balsamico-Gemüse

Neulich gab’s bei uns mal wieder Nudeln und zur Abwechslung hatte ich Zeit und Muße, das Kocherlebnis für den Blog abfotografieren. Daher gibt es das heutige Rezept reich bebildert.

Ich liebe es, wenn Gemüse mit Balsamico verfeinert wird. Das gibt dem ganzen eine besonders feine Note und ist so quasi das Tüpfelchen auf dem I.

Zum Gemüse würden neben Paprika und Auberginen auch noch Zucchini oder Schalotten gut passen. Am Liebsten ess ich es mit Spaghetti, die sind nur leider mit Kindern so unendlich unpraktisch. Besonders für Beikostbabys. Für den Babybub hab ich deshalb separat Spiralnudeln gekocht.

Nudeln mit Balsamico-Gemüse

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  • 20170122_1632543-4 Paprika
  • 1 Aubergine
  • 3-4 rote Zwiebeln
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • Roter Balsamico (hatte ich nicht daheim, deshalb hab ich den weißen genommen – normal verwende ich hier aber roten)
  • Balsamico
  • Kapern
  • Öl
  • Spaghetti (und/oder andere Nudeln)

 

 

Die Paprika waschen, entkernen und in durchaus etwas größere Stücke schneiden. Die Aubergine längs halbieren und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Zwiebeln schälen und vierteln.

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Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, das Gemüse 2-3 Minuten anbraten, mit einem kräftigen Schuss Roter Balsamico ablöschen, Tomaten einrühren und mit Pfeffer würzen. Einen Schuss Balsamico zugeben und bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel 15 Minuten köcheln lassen. Dann 2-3EL Kapern unterrühren und noch kurz ziehen lassen. Fürs Baby etwas entnehmen, mit Nudeln vermischen und abkühlen lassen. Dann das Gemüse salzen und mit Spaghetti und gehobeltem Parmesan servieren.

 

Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.

 

REZEPT: Hähnchen-Curry mit Paprika

Wir haben die Tage soooo ein leckeres Hühnchen-Curry gegessen, dass ich das Rezept unbedingt mit euch teilen wollte. Ich liebe Currys und wir kochen sie regelmäßig in verschiedensten Varianten – mit Huhn oder vegetarisch. Mit Fisch wäre auch möglich, hab ich aber noch nicht probiert. Fisch scheitert bei mir ganz oft daran, dass ich nicht weiß, welchen ich von wo kaufen soll. Die Meere sind fast leergefischt, Biofisch gibt’s ganz selten und wenn, dann immer nur Lachs (oder manchmal Forelle und Karpfen – beides in indischen Gerichten aber eher selten zu finden)…ich kenne mich mit Fisch auch einfach zu wenig aus. Daher sind unsere Currys meist vegetarisch und manchmal mit Huhn.

Currys sind kräftig gewürzt mit fast allem, was die indische Küche hergibt. Bei uns spielt indisches Essen schon immer eine große Rolle, ich liebe schon allein den umschmeichelnden Duft, den die Gewürze beim Anbraten verströmen. Indisches Essen ist gesund, da reich an Gemüse und Vielfalt und dabei recht fettarm. Seid kreativ beim Nachkochen und lasst eure eigenen Vorlieben ruhig einfließen.

 

Hühnchen-Curry mit Paprika

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  • 500-700g Hühnerfilet
  • etwas Limetten- oder Zitronensaft
  • Salz
  • Ghee (geklärte Butter; ansonsten Öl)
  • 1 Zwiebel, gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • ein kleines Stück Ingwer, geschält und gehackt
  • 1 Dose gehackte Tomaten
  • 200-250ml Wasser
  • 2 Paprika
  • 2 Knoblauchzehen
  • Kurkuma
  • Koriander
  • Kreuzkümmel
  • Garam Masala

Das Hühnerfilet waschen, trocken tupfen, in Stücke oder Streifen schneiden. Mit etwas Limetten- oder Zitronensaft einreiben und ca. eine halbe Stunde (oder auch länger) ziehen lassen.

3EL Ghee in einem weiten Topf erhitzen. Die Zwiebel bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren goldbraun braten. Das dauert ca. 10 Minuten. Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz mitbraten. Je 2TL Kurkuma, Koriander und Kreuzkümmel dazugeben und unter Rühren anbraten, bis die Gewürze ihren Duft verströmen. Die gehackten Tomaten dazu geben und 3-5 Minuten rührend weiterbraten.
Das fertig marinierte Hühnerfleisch dazugeben und rundherum anbraten. Mit Wasser ablöschen, aufkochen lassen, Hitze reduzieren und mit geschlossenem Deckel ca. 25 Minuten köcheln lassen.

Etwas Ghee in einer Pfanne zerlassen, den Knoblauch anbraten. Dann die in Stücke geschnittenen Paprika dazu und bei mittlerer Hitze 2-3 Minuten anbraten. 2EL Garam Masala unterrühren.

Paprika zum Hühnerfleisch geben und beides miteinander verrühren.

Etwas fürs Baby entnehmen, danach für die restliche Familie salzen.

Dazu Reis servieren. Oder Naan Brot. Je nachdem, wie viel Sauerei ihr heute ertragen wollt. 😉

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Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.

REZEPT: Gemüse WOK

Es ist schon gute 12 Jahre her, dass ich meinen ersten WOK bekommen habe. Vielleicht sogar noch länger. Eventuell war das noch in den 1990ern? Der WOK ist eine große runde Pfanne aus dem asiatischen Raum, die sehr schnell sehr heiß wird. Man kann mit einem WOK eigentlich alles machen: braten, kochen, dämpfen, frittieren….das besondere an ihm ist, dass auch die Wände es WOKs heiß werden und nicht nur der Boden, wie bei einer herkömmlichen Pfanne.

Mit dem WOK kann man also jede Menge toller Dinge kochen. Und ich muss gestehen, ich nutze seine Vielfalt nicht mal annähernd aus. Der WOK kommt in meinem Haushalt meistens nur für ein schnelles WOK Gemüse zum Einsatz, so wie dieses hier. Dabei könnte man ja so viel mehr drin machen.

Bei diesem Rezept könnt ihr die Zutaten nach Lust und Laune variieren. Man kann auch Fleisch dazugeben, das müsste man dann aber vor dem Gemüse separat anbraten und nochmal herausnehmen, danach das Gemüse braten und zum Schluss das Fleisch wieder hineingeben. Geht auch mit Tofu super.
Auch beim Würzen kann man kreativ sein. So Klassiker aus der asiatischen Küche, die bei uns zumindest gern verwendet werden, sind natürlich Sojasauce und Fischsauce. Beides ist nicht beikostgeeignet, da es einen hohen Salzgehalt und Geschmacksverstärker beinhaltet. Also unbedingt erst damit würzen, wenn die Portion des Babys schon entnommen wurde.
Ich verwende wahnsinnig gerne Erdnussöl im WOK. Einerseits ist es sehr hitzebeständig, andererseits gibt es einen sehr feinen, guten Geschmack ab. Natürlich vollkommen ungeeignet für Nussallergiker und ich würde auch dringend davon abraten, wenn beim Kind eine Nussallergie nicht bestätigt ist, aber auch nicht ausgeschlossen werden kann. Auch Sonnenblumenöl ist hocherhitzbar. Ungeeignet hingegen wäre z.B. Olivenöl.

Misopaste hab ich übrigens im Bioladen bekommen. Gibt es natürlich auch in diversen Asiashops.

 

Gemüse-Wok mit Miso-Paste

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  • etwa ein halber Krautkopf
  • 2-3 Karotten
  • 1-2 Paprika
  • 100g Sojabohnen (ich hab Erbsen genommen, weil wir keine Sojabohnen mehr daheim hatten)
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1EL Misopaste
  • Sojausauce
  • hocherhitzbares Öl

Das Kraut in dünne Streifen schneiden. Karotten schälen, in längliche Stifte schneiden, ebenso die Paprika. Die Sojabohnen (oder Erbsen) im Idealfall vorher auftauen lassen. Ich hatte die Zeit hier nicht und hab sie tiefgekühlt verwendet, war auch kein Problem. Die Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.

Das Öl im WOK erhitzen und das gesamte Gemüse hineingeben und etwa 5-10 Minuten unter ständigem Rühren gar braten.
Aus Misopaste und Sojasauce eine Paste verrühren und zum Schluss über das Gemüse gießen und verrühren. Unbedingt DAVOR etwas für das Baby entnehmen!

Dazu passt Reis ganz hervorragend.

Viel Spaße beim Nachkochen!

 

Eure Mariella.

 

REZEPT: Pakistanischer Blattspinat mit Sesamkartoffeln und Ei

Eine kulinarische Alternative zum klassischen Spinat mit Kartoffeln und Spiegelei hat sich eine Freundin vor einiger Zeit einfallen lassen. Sie war inspiriert vom Besuch eines pakistanischen Restaurants und hat daraus dieses Gericht entwickelt. Das muss jetzt gut zwei, drei Jahre her sein. Ich musste es damals sofort nachkochen und seither gehört es zu unseren liebsten Rezepten. Mit Lisas freundlicher Genehmigung darf ich es heute mit euch teilen.

Pakistanischer Blattspinat mit Sesamkartoffeln und Ei

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  • 2 Zwiebeln
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Karotten
  • 500g Blattspinat
  • Garam Masala
  • Currypulver
  • Cumin/Kreuzkümmel
  • Gemahlener Koriander
  • Gemahlener Ingwer
  • 1EL Tomatenmark
  • 1 Becher Schlagobers
  • 1kg Kartoffeln
  • Sesam
  • 4 Eier
  • Öl

Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein würfeln. Karotten schälen und grob raspeln. In einem weiten Topf Öl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Karotten anbraten, mit Tomatenmark und den Gewürzen stauben (in der Intensität kann man da gut variieren, wie man’s gern mag; je 1EL ist aber mal ein guter Richtwert für den ersten Versuch), Blattspinat dazu, Schlagobers angießen und etwas Wasser (ca. ein halbes Glas) dazu geben. Aufkochen lassen, Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel etwas einkochen lassen.

Die Kartoffeln in der Schale kochen (je nach Größe 20-25 Minuten), schälen und vierteln. In einer Pfanne etwas Butter erhitzen, Sesam anbraten, bis er dunkler wird. Dann die Kartoffeln dazu und bei mittlerer Hitze anbraten.

Die Eier nach Belieben zubereiten. Ich mach gern Spiegeleier. Fürs Baby ist das aber sehr unpraktisch, da verquirle ich die Eier lieber und mische etwas Milch dazu und brate sie dann zu einer Eierspeis. Oder nennt sich das Rührei? 😊

 

Fürs Baby von allem etwas zur Seite geben, für die restliche Familie salzen und servieren.

 

Viel Spaß beim Nachkochen!

 

Eure Mariella.

REZEPT: Faschierte Spinatlaibchen – und ein kleiner Wochenrückblick

Letzte Woche gab es wieder viel Neues für den Babybub zu entdecken. Er hat das erste Mal 20161101_182448Erbsen gegessen und seine ganz eigene Technik zum Transport selbiger vom Tisch zum Mund gefunden. Pinzettengriff kann er nämlich noch nicht. Aber mit dem Zeigefinger zur geballten Hand drücken und dann zum Mund heben, das ging super. Es war so schön ihn dabei zu beobachten, wie konzentriert er an seiner Technik gefeilt hat, wie er alles andere von diesem Menü links liegen lassen und nach mehr Erbsen verlangt hat, um weiter zu perfektionieren, was noch nicht so recht klappen wollte.

Was wir diese Woche auch noch hatten, war ein Ausflug zum Chinesen ums Eck. Da gehen wir nur sehr selten hin, aber die Kinder lieben ihn, weil er die besten Pommes weit und breit hat. Ja, Pommes. Beim Chinesen. Na jedenfalls waren wir chinesisch essen und da ist es gar nicht so leicht, was babytaugliches zu finden. Schließlich ist mir aber eingefallen, dass wir vor einigen Jahren schon einmal vor diesem20161110_135358 Problem standen und wir uns damals für Maki entschieden haben. Deshalb haben wir Gurken-Maki bestellt und das hat sich erneut als ideal erwiesen. Konnte der Babybub super greifen und zum Mund führen und wenn er nicht so übermüdet gewesen wär, hätte er es wohl noch mehr genossen. Leider waren alle drei kränkelnd und müd und das gesamte Essen war ziemlich unentspannt…und mehrmals hab ich mich gefragt: warum eigentlich haben wir’s nicht nach Hause bestellt?

Den Rest der Woche wurde frisch gekocht. Es gab Nudeln mit Paprika-Gemüse, Focacce, Spinatspätzle, Paprika-Hühner-Reis, Kartoffelgulasch, Brokkolicremesuppe und Fleischlaibchen mit Spinat und Kartoffelpüree. Letzteres hab ich für den Blog mitgeschrieben und fotografiert. 😊

 

Faschierte Spinatlaibchen und Kartoffelpüree

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  • 400g Faschiertes (Hackfleisch für die Nichtösterreicher)
  • 2 kleine Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200g Blattspinat
  • 1 Ei
  • 5-6 EL Vollkornbrösel

 

  • 1,5kg Kartoffeln
  • ca. 250ml Milch
  • Muskatnuss

20161110_131713Die Zwiebeln schälen und fein hacken, Knoblauchzehen schälen und pressen. Den Blattspinat halb auftauen und ebenfalls fein hacken. Dann mit dem Faschierten, Zwiebeln, Knoblauch, dem Ei und Bröseln vermischen und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen.

Dann zu Laibchen formen und in einer Pfanne in hitzebeständigem Öl auf beiden Seiten bei mittlerer Hitze rausbraten. Die ersten zwei Laibchen hab ich fürs Baby gemacht, danach die 20161110_162749Fleischmasse gesalzen und noch mal durchgeknetet und dann die restlichen Laibchen gebraten. Ich halte die Laibchen immer bei etwa 80 Grad im Backrohr warm, während ich das Püree koche.

Für das Püree die Kartoffeln schälen, in mittelgroße Stücke schneiden und in einem großen Topf mit reichlich Wasser aufkochen. Ca. 15 Minuten köcheln lassen. Danach werden die Kartoffeln püriert. Ich mache das seit ein paar Jahren gern mit der Flotten Lotte. Früher hab ich eine ganz altmodische Kartoffelwippe benutzt, die bekommt man fast nur noch auf Jahrmärkten.

Daneben die Milch erwärmen und nach und nach mit den gepressten Kartoffeln verrühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Muskatnuss würzen, etwas fürs Baby rausgeben und den Rest für die anderen salzen.

 

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Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.

 

REZEPT: Apfelstrudelschnecken

Neulich hat meine Mutter Apfelstrudel gebacken. Der geht ja, weil die Äpfel so viel Süße abgeben, ganz ohne Zucker und ist eigentlich perfekt für Beikostbabys. Nur konnte der Babybub die Apfelstrudelstücke nicht gut in den Händen halten, sie sind in seinen Händen zerfallen, zermatscht, zu Boden gesegelt. Riesen Sauerei halt. Da hab ich mir gedacht: den Apfelstrudel müsst man nur in eine andere Form bringen. Gesagt, getan.

 

Apfelstrudelschnecken

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  • 1 Rolle Blätterteig (oder Strudelteig, funktioniert auch!)
  • 3-4 Äpfel
  • Brösel
  • geriebene Nüsse
  • Zimt
  • ev. Rosinen

 

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Den Blätter- oder Strudelteig ausrollen. Mit Brösel bestreuen. Äpfel schälen und reiben und auf den Bröseln verteilen. Darauf nun geriebene Nüsse, Zimt, ev. Rosinen und abschließend noch einmal Brösel. Die Teigränder rundherum mit verquirltem Ei einstreichen.

 

 

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Den Teig von der langen Seite her einrollen. Beim Strudelteig funktioniert das am Besten, wenn man drunter ein feuchtes Geschirrtuch legt und den Strudel mit dessen Hilfe einrollt, dabei immer wieder den Strudel fest andrücken.

 

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Anschließend die Rolle in ca. 1-2cm dicke Scheiben schneiden und mit der Schnittfläche nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Mit dem restlichen verquirlten Ei bestreichen und bei 200°C Grad ca. 10-15 Minuten backen.

 

Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.

REZEPT: Rotes Thai-Curry mit Hühnerfleisch und Gemüse

Falls euch jetzt gleich mal die Frage auf der Zunge liegt: „Waaaaaas? Deine Kinder essen das?“. Nein. Natürlich nicht. Für die gab es nackten Reis. Und Ketchup.
Ich habe schon vor ein paar Jahren die Entscheidung getroffen, dass bei uns zuhause nicht der damals 3jährige den Speiseplan bestimmt, weil wir dann jeden Tag nur Palatschinken, Pizza und Pommes (abwechselnd, gleichzeitig, in der Reihenfolge und andersrum) essen würden. Nein, über die Familienkost entscheide zum größten Teil ich. Schon vor einigen Wochen habe ich davon erzählt, dass ich jede Woche Kochpläne erarbeite und dass die Kinder darauf natürlich Einfluss nehmen können, weil ich sie selbstverständlich schon danach frage, was sie gerne essen möchten. Und das koche ich dann auch. Aber an den restlichen Tagen gibt es das, was wir als Erwachsene und Eltern unserer Kinder für eine vollwertige, nahrhafte, abwechslungsreiche und gesunde Familienkost halten. Und ja, da sind definitiv Sachen dabei, die die Kinder derzeit noch nicht essen möchten. Das respektieren wir auch einfach so, keiner muss kosten, niemand wird gezwungen etwas zu essen. Wir kochen immer eine Beilage, die die Kinder aber gerne essen. Und wir sind davon überzeugt, dass sie von alleine kosten, probieren und ihren Speiseplan erweitern werden, wenn sie so weit sind. Konkret sehen tun wir das übrigens eh schon beim 6-jährigen, der vor etwa einem halben Jahr entschieden hat, dass es vielleicht gar nicht so ungeschickt wäre, die Dinge zuerst mal zu kosten, bevor man sie ablehnt, weil doch tatsächlich manchmal Speisen dabei sind, die ihm wider Erwarten schmecken. (gestern sogar die Kürbis-Linsen-Lasagne!)

Zurück zum Thai-Curry. Zum Thai-Curry mache ich immer Reis, ganz schlicht und einfach, der gehört eh dazu und den mögen bei uns die Kinder gern.
Das Rote Thai-Curry kann man sehr abwechslungsreich und auch komplett vegetarisch bzw. vegan zubereiten. Die Basis des roten Currys ist die Rote Currypaste. Die wird immer in Öl angebraten und dann mit Kokosmilch abgelöscht. Welche Zutaten man dann noch dazu gibt, kann ganz individuell gestaltet werden. Die Currypaste gibt es in Asialäden und in der Asienabteilung von großen Supermärkten. Ich hab meine vom Supermarkt, das ist ein kleines Glas mit 100g Paste und die hält ewig lang im Kühlschrank. Sie ist außerdem auch nicht sonderlich scharf
Ob der Roten Currypaste hatte ich heute aber kurz Bedenken, weil es tatsächlich nicht möglich ist, das rote Curry ohne sie zuzubereiten, sie allerdings 7g Salz/100g Paste enthält und das ist schon ein recht hoher Salzgehalt. Deshalb habe ich die verwendete Menge (1 EL) zuerst abgewogen und mir so ausgerechnet, dass das Curry ohne weitere Zugabe von Salz durch die Currypaste 1,4g Salz enthalten wird. Die Menge, die der Babybub ist, würde also auch mit Currypaste so wenig Salz beinhalten, dass ich mir keine Sorgen machen brauchte.

Rotes Thai-Curry mit Hühnerfleisch und Gemüse

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  • 400g Hühnerfilet
  • 800g Gemüse (nach Wahl; ich hatte Brokkoli, Karotten, Bambussprossen und Auberginen hier)
  • 1EL rote Currypaste
  • Sesamöl oder Erdnussöl (ein anderes hocherhitzbares Öl tut’s natürlich genau so)
  • 400ml Kokosmilch
  • 2EL Fischsauce
  • Sojasauce

Hühnerfilet in Stücke schneiden, Gemüse schälen und/oder putzen und ebenfalls in Stücke schneiden. Die Fingerfertigkeit des Beikostbabys bei der Größe der Stücke berücksichtigen.

Etwas Öl in einem breiten Topf oder WOK erhitzen, die Currypaste darin anbraten, mit etwas Kokosmilch ablöschen, dann die restliche Kokosmilch zugießen, umrühren und aufkochen lassen. Das Fleisch hineingeben und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Das Gemüse zugeben und je nach Art des Gemüses und Größe der Stücke weitere 5-10 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln lassen.

Fleisch und Gemüse für das Beikostbaby entnehmen und abkühlen lassen.

Das restliche Curry mit Fischsauce, Sojasauce und Salz abschmecken.

Dazu Reis servieren.

 

Viel Spaß beim Nachkochen!

 

Eure Mariella.

REZEPT: Hotzenplotzs Sauerkraut mit (Salz)kartoffeln und Bratwürsten

Immer wieder mal wünschen sich die Kinder etwas zum Essen, das sie in einem Buch gesehen oder gelesen haben. Da wird dann, sofern Bilder vorhanden sind, auch akribisch verglichen, ob denn das Gekochte tatsächlich der Idee aus dem Buch entspricht. Meistens sind sie ziemlich zufrieden. Wir bemühen uns aber auch sehr.

Unser heutiges Abendessen entsprang dem zweiten Band des Räuber Hotzenplotz. 20161023_194617Die Großmutter kocht für Kasperl und den Seppel jeden Donnerstag zu Mittag deren Leibspeise: Bratwürste mit Sauerkraut. Dann kommt aber der Räuber Hotzenplotz und futtert ihnen alles weg. Weil er nämlich auch auf Bratwürste und Sauerkraut steht. Und genau deshalb wollte der große Sohn jetzt auch Bratwürste und Sauerkraut gekocht bekommen. Ich hab mir erlaubt, das Menü noch um (Salz-) Kartoffeln zu erweitern, weil wir eigentlich alle nicht so große Freunde der deftigen Küche sind und ich das Gefühl hatte, ich könnte mich eher mit Sauerkraut und Kartoffeln anfreunden als mit Sauerkraut und Bratwürsteln. Dass die im Buch erwähnten Bratwürste den bei uns erhältlichen Bratwürsteln entsprechen, hab ich übrigens frei interpretiert. Beim Einkauf hab ich zwei verschiedene Sorten Bio-Bratwürstel gefunden und ich hab mich für die kleineren entschieden, weil sie weniger unappetitlich aussahen. Rohe Bratwürstel sind ja jetzt nicht unbedingt eine Schönheit. Der große Sohn jedenfalls war zufrieden mit meiner Auswahl an Würsten und fand keinen Grund zur Beanstandung.

Sauerkraut kann ich erst seit ein paar Jahren so zubereiten, dass es wirklich lecker ist. Ich hab da lang probiert, versucht und getestet und letztlich mein Rezept aus ganz viel Trial and Error entwickelt. Sauerkraut geht übrigens auch super zusammen mit Semmelknödel, das machen wir auch deutlich öfter als mit Würsteln und ist meine vegetarische Interpretation der österreichischen Hausmannskost. 😉 Sauerkraut ist, wie vielleicht gar nicht so bekannt ist, alles andere als ungesund, auch wenn es bei uns meist mit einer deftigen Kost in Verbindung gebracht wird. Es ist reich an Vitaminen, allen voran Vitamin C, enthält außerdem jede Menge Ballaststoffe und sogar eine probiotische Wirkung wird ihm nachgesagt.

Das Fazit des ganzen Experiments war übrigens, dass der große Sohn die Würstel gegessen hat und alles andere nicht, weil er sich „das irgendwie anders vorgestellt“ hat. Der mittlere Sohn hat bis auf die Kartoffeln alles verweigert und der Babybub hat Sauerkraut reingeschaufelt.

Sauerkraut mit (Salz)kartoffeln und Bratwürsten

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  • 1kg Sauerkraut
  • 2-3 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Apfel (idealer Weise säuerlich)
  • 3EL Butter oder Butterschmalz
  • 2EL Rohrzucker
  • 150ml Apfelsaft (da bevorzuge ich den naturtrüben)
  • 600-700ml Wasser
  • (1EL Suppenwürze ohne Salz)
  • 5 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 2EL gehackter Petersil (geht auch getrockneter)
  • 1,5kg Kartoffeln
  • Bratwürstel

Das Sauerkraut in einem feinen Sieb gut waschen, in eine große Schüssel geben, mit kaltem Wasser begießen und so mehrere Stunden oder über Nacht wässern.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe und den Apfel ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden.
Butter oder Butterschmalz in einem großen Topf erhitzen, Zwiebel, Knoblauch und Apfel darin glasig dünsten. Rohrzucker dazugeben, karamellisieren lassen, mit Apfelsaft ablöschen. Das Sauerkraut gut ausdrücken, dazu geben und gut unterrühren. Nelken, Lorbeerblatt und Petersil dazu, falls vorhanden Suppenwürze ohne Salz hinein, mit Wasser aufgießen, aufkochen lassen. Danach die Hitze reduzieren und bei geschlossenem Deckel 90 Minuten köcheln lassen, immer wieder mal umrühren.
Ich geb danach etwas fürs Baby raus, würze für uns das ganze Kraut mit Salz nach, gieße noch etwas Wasser an und lass es noch 10-15 Minuten ziehen.

Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden, in einen Topf geben, mit Wasser aufgießen, aufkochen, Hitze reduzieren und zugedeckt ca. 15 Minuten köcheln lassen. Gesalzen werden die Kartoffeln dann direkt bei Tisch, das Baby bekommt die ungesalzen.

Die Bratwürstel waschen, trocken tupfen, 2-3 Mal quer einschneiden und in einer Pfanne in wenig Fett rundherum braten.
Ich würde im 1. Lebensjahr aufgrund des hohen Salzgehalts darauf verzichten, dem Baby die Bratwürstel anzubieten. Alles andere hingegen ist fürs Baby bestens geeignet.

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Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.

REZEPT: Nudeln mit Melanzanipesto

In meiner Schreibpause haben sich natürlich eine Menge Rezepte angesammelt von den Speisen, die wir in den vergangenen Wochen zubereitet haben. Der Babybub hat ganz viel Neues ausprobiert und kennengelernt, manches mochte er total gern, anderes nicht so. Ein ganz großer Hit waren aber die Nudeln mit Melanzanipesto (Auberginenpesto für die Nichtösterreicher). Hab ich eh schon mal erzählt, er liebt Melanzani. Und auch dem großen Sohn hat’s geschmeckt, der mittlere verweigert sowieso sämtliche Saucen und Pestos, der mag die Nudeln nackt mit Parmesan. Das kann man ja leicht abwandeln. Hier aber nun das Rezept fürs Pesto.

 

Nudeln mit Melanzanipesto

  • 1 Melanzani (Aubergine)
  • 50g Sonnenblumenkerne
  • 1 Topf Basilikum
  • 2 Knoblauchzehen
  • 6EL Olivenöl
  • 1TL Limettensaft (Zitronensaft tut’s auch)
  • 6EL Parmesan

[Ich habe die doppelte Menge zubereitet, deshalb weichen die Mengen auf den Bildern von der Beschreibung ab!]

Melanzani (Aubergine) waschen, trocknen, rundherum mit einer Gabel einstechen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 250°C ca. 30 Minuten braten. Die Haut sollte Blasen werfen, dann ist das Innere der Melanzani auch weich.

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Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, abkühlen lassen.

Die Blätter vom Basilikum abzupfen. Knoblauchzehen schälen und vierteln.

 

melanzanipesto3Melanzani halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben. Schaut auf dem Foto ein bisserl aus wie Tintenfisch. Ist aber nur Melanzani. 😉

Gemeinsam mit den Sonnenblumenkernen, Basilikum, Knoblauch, Olivenöl und Limettensaft pürieren.

Den Parmesan reiben und unterrühren.

Nudeln kochen, abseihen, mit dem Pesto verrühren. Fertig.

Mit Parmesan und grünem Salat servieren.

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Viel Spaß beim Nachkochen!

Eure Mariella.